Auf Indymedia ist eine Einschätzung zur Aktion am Mehringplatz erschienen:

Ein Eindruck von einer unangemeldeten Aktion am 17. November in Berlin

Am 17. November fand am Mehringplatz in Berlin eine unangemeldete Aktion statt, die mit den Menschen vor Ort das Thema Streik behandeln sollte. Aufgerufen wurde zu einer großen Platzbesetzung, die dem Mietstreik, dem Arbeitsstreik, dem Asylstreik und diverse andere Formen der kollektiven Verweigerung gegen die kapitalistische Logik ein Forum schaffen sollte. Nachdem wenig Interesse an Einladungen zum Mitmachen und Mitorganisieren im Vorfeld bekundet wurde, fiel die Mobilisierung letztendlich recht klein aus. An der Aktion beteiligten sich auch nur wenig mehr als 50 Menschen. Die Polizei, die die Lage nicht einzuschätzen wusste, besetzte die Gegend um den Mehringplatz mit starken Kräften schon frühzeitig. Die zahlreichen Zugänge durch die Häuserblocks wurden von Gruppen von Polizisten bestreift und nach möglichen heimlichen Ansammlungen durchsucht, Wannen und ein Einsatzleitfahrzeug parkten an allen Ecken.
Als sich dann die anwesenden Menschen um ein Soundsystem namens Beatbarell sammelten, kamen schnell die Bullen und zogen den Stecker. Als dann nichts passierte wussten diese nicht, was sie tun sollten und ließen sich auf Diskussionen um den Grund ihres Störens ein. Bevor allen Teilnehmer_innen der Spaß am Herumstehen vergangen war, gab es noch eine kleine Sponti um den Häuserblock hinter dem U-Bahnhof Hallesches Tor, die letztendlich von den Bullen auf aggressive Art auseinander getrieben wurde. Die Menschen gingen dann ihrer Wege und die Polizei verharrte lauernd.

Ein Redaktionskollektiv, dass die Aktionsidee zum Anlass nahm, eine Streik-Zeitung herauszugeben, zieht eine teilweise positive Bilanz: fast 20.000 Zeitungen wurden in Kreuzberg an Anwohner_innen verteilt. „Rund um den Mehringplatz in Kreuzberg haben alle Anwohner_innen ein Exemplar zugestellt bekommen, um sie zur Aktion am 17. November einzuladen.“, so die Website http://politstreik.blogsport.de, wo die Zeitung auch teilweise online zu lesen ist. Es wird von vielen positiven Reaktionen erzählt, die das Verteilen der Zeitung auslöste.
Eine stärkere Teilnahme an der Aktion am 17. November hätte die vermittelten Inhalte noch sinnvoll durch praktische Ansätze ergänzen können. Das ist leider eine verpasste Gelegenheit.

Dennoch solidarische Grüße an dieser Stelle für die Menschen in Griechenland, die am 17. November an vielen Orten entschlossen gegen die Regierung und ihre Büttel vorgegangen sind! Der Termin in Berlin wurde bewusst auf diesen Tag gelegt, um eine deutliche Beziehung zu den Kämpfen in Griechenland zu zeigen. In diesen schweren Zeiten stehen wir Seite an Seite!

Das passierte in Griechenland (Video bei den Ergänzungen):
https://linksunten.indymedia.org/de/node/71675