N14 gewinnt an Fahrt

Auf Indymedia gibt es jetzt eine Liste mit Aktionen zum 14. November in deutschen Städten. Beteiligt euch und werdet selbst aktiv! In den meisten europäischen Ländern werden parallel Aktionen gegen Kapitalismus und Ausbeutung stattfinden. In Portugal, Spanien, Zypern, Malta, Italien und Griechenland sind groß angelegte politische Streiks angekündigt.
Auf telepolis ist unterdessen ein interessanter Artikel zu Standortlogik und Nationalismus veröffentlicht.

Hungerstreiks weltweit

Weltweit treten Gefangene und ihrer Freiheit beraubte in Hungerstreiks. Aus Deutschland, Australien, Polen und der Türkei erreichen uns täglich Meldungen von katastrophalen Zuständen und Misshandlung. Unzählige direkt betroffenen haben beschlossen, mit der letzten ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeit nach Solidarität zu schreien und sind bereit dafür zu sterben.
Am Sonntag, den 11. November um 14 Uhr kann man sich am Hermannplatz in Berlin an einer Demonstration für Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei beteiligen. Die ihrer Freiheit beraubten dieser Welt brauchen Unterstützung!

Generalstreik und neues Sparpaket

Am Samstag, den 7. November stimmt das griechische Parlament wieder über ein neues Sparpaket ab, um sich eine weitere Portion Kredite zu sichern. Gewerkschaften rufen zu einem 48-Stunden Generalstreik auf. Einige der Gewerkschaften beginnen bereits am Montag mit dem Streik, darunter die Gewerkschaften der Krankenhausärzte, U-Bahner und Tramfahrer, Angestellte der Massenmedien und Taxifahrer. Am Dienstag wird zu einer Demonstration vom Museum aus aufgerufen und am Mittwoch um 17 Uhr am Syntagmaplatz vor dem Parlament.
Für die griechische Bevölkerung beginnt ein kämpferischer Monat, für den sie sehr viel Solidarität benötigen werden.

Streikbewegung in Südafrika #2

Arbeiter machen Amplat platt!

Anglo American Platinum ist bereit, 12.000 Arbeiter wiedereinzustellen, die Anfang des Monats aufgrund ihres Streiks entlassen wurden. Das Angebot an die Arbeiter wurde im selben Moment veröffentlicht, als streikende Bergarbeiter versuchten, in Rustenburg eine Propagandaveranstaltung des Kongresses der Südafrikanischen Gewerkschaften (COSATU) zu verhindern.
COSATU und die Nationale Minenarbeitergewerkschaft (NUM) gelten unter Arbeitern mittlerweile offenbar als Streikbrecherorganisationen. Mit ihrer Nähe zur Regierung und den Konzernbossen haben sie die Interessen der Arbeiter nicht nur im konkreten Fall verraten. So kam es gestern zu handgreiflichen Versuchen, Mitglieder des COSATU an der Teilnahme der Demonstration zu hindern. Die Polizei gewährleistete durch den Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen die Sicherheit der Regierungstreuen und verletzte dabei Bildern zu folge mehrere Streikende.

In den letzten Wochen haben laut bürgerlichen Medien 80.000 Minenarbeiter dem Amplat-Konzern ihre Arbeitskraft verweigert. Sie fordern einen Lohn von umgerechnet 1800 Dollar monatlich. Amplat verhöhnte diese Forderung mit einem Angebot von einmaligen 230 Dollar, wenn die Arbeit wieder aufgenommen würde. Als das ausgeschlagen wurde, wurden 12.000 Arbeiter gekündigt. Die Reaktion waren landesweite Streiks, denen sich nicht nur zehntausende Minenarbeiter sondern auch Angestellte im Transportsektor massenhaft anschlossen.

Das der Streik ein sehr starkes Druckmittel ist, zeigt der aktuelle taktische Rückzug der Konzernspitze: in dem Wissen, dass die gekündigten Arbeiter und deren Familien jeden Tag große Anstrengungen durchstehen müssen, um ihren Kampf aufrecht zu erhalten, haben sie angeboten, die alten Verhältnisse wieder herzustellen. Das würde für die Arbeiter bedeuten, dass sie bei altem Lohn und jeder Möglichkeit zum Arbeitskampf beraubt wieder in die Schächte hinabsteigen müssten.

Eindeutig gegen diese Option spricht die Sprache des Kapitals: die Ratingagentur Standard & Poors hat aufgrund des Unfriedens die Prognose für den Konzern von „stabil“ auf „negativ“ herabgesetzt. Auch das Image Südafrikas als Investorenparadies leidet derzeit sehr stark unter den Massenstreiks. Investoren müssen sich wohl nach anderen Ländern mit willigen und billigen Arbeitskräften sowie Bodenschätzen umsehen, sollte die Konzernspitze den Forderungen der Arbeitern nachkommen müssen.

Das Angebot Amplats ist also wohl eher als letztes Aufbegehren in dieser Auseinandersetzung zwischen europäischen Ausbeutern und afrikanischen Arbeitern zu sehen. Deshalb viel Kraft den Mineros in Südafrika und in den kommenden Investorenparadiesen!

Video: http://www.euronews.com/nocomment/2012/10/28/clashes-between-riot-police-and-south-african-miners/
http://de.indymedia.org/2012/10/336818.shtml

Paris: Streik wird angegriffen

Mit Gewalt ging die Polizei heute gegen streikende Angestellten einer Fluggesellschaft vor. Diese kämpfen gegen die Einführung eines repressives Gesetzes, dass es ihnen verbieten würde, zu streiken. Weil der reibungslose Personen- und insbesondere der Warentransport Grundpfeiler des kapitalistischen Betriebes sind, bei dem die Rechte der Arbeiter_innen letztlich nicht interessieren, hat die französische Regierung bereits bei der Bahn den Streik verboten.
Video der Eskalation: http://de.euronews.com/nocomment/2012/10/28/paris-frankreich/